Die Reise beginnt

24-Stunden-Marathon – doch zu viel zugemutet?

26. Oktober 2017 :  Mit 40 Minuten Verspätung um 20 Uhr 35 startete unser Flieger. Kaum an Bord, wurde uns Essen serviert, danach sind die OlderTrolleyTraveller weggenickt.

Als wir erwachten, lag uns der Bosporus zu Füßen.

Das Gepäck wurde in Istanbul durchgecheckt, die OlderTrolleyTraveller nicht. Unzählige Meter waren bis zu unserem nächsten Abfluggate zu absolvieren, und das in Windeseile, denn die Verspätung von 40 Minuten konnten während des Flugs nicht aufgeholt werden. So reduzierte sich unsere Wechselzeit auf ganze 30 Minuten. Ein Hinweisschild gab die Entfernung zum Gate mit 15 bis 17  Minuten an, und das ohne Laufband.

Wir erreichten das Gate rechtzeitig und das Flugzeug startete pünktlich. Nun lag die größte Etappe unserer Anreise vor uns.

Endlich viel Zeit zum Lesen. Etliche Reiseführer sind noch ungelesen auf dem Notebook, aber es wurde  schon wieder Essen serviert. Das viele Essen machte müde. Die nette Flugbegleiterin drückte mir ein Päckchen in die Hand. Inhalt: Puschen, Socken, Schlafmaske, Hörschutz; ein Zahnputzset war auch dabei.

Wir zogen die Schuhe aus, griffen zu der zuvor ausgeteilten Decke, und kaum lag der Kopf auf dem kuscheligen Kissen, waren die OlderTrolleyTraveller schon wieder im Land der Träume.

Als wir erwachten, gab es Frühstück. Bordzeit war 13 Uhr, das hieß, es lagen noch 2 Stunden Flug vor uns. Das hieß aber auch, dass die vielen Reiseführer ungelesen bleiben würden, zumindest vorerst.

Wir erreichten Bangkok an dem Tag, an dem die Verbrennung des vor einem Jahr verstorbenen thailändischen Königs Bhumibol, der das Land 70 Jahre regiert hatte, stattfand. Der Einfluss der Religion und der Majestätsverehrung war selbst auf dem viele Kilometer außerhalb der Stadt liegenden Flughafens spürbar.

Der nächste Flug ging erst in 3 Stunden nach Phuket. Diesen Flug konnte ich nicht direkt bei vietjet.com buchen, weil meine Kreditkarte nicht akzeptiert wurde. Der Umweg war dann über Lastminute.de zum Schnäppchenpreis von 30 € pro Person, und statt des erwarteten Flugtickets kam lediglich eine Bestätigung. Also war die Skepsis groß, ob denn auch alles ordentlich abgewickelt werden würde.

Der Check-in verlief reibungslos. Wieder waren etliche Meter bis zum Abfluggate zu überwinden, aber dieses Mal mit Laufband.

Endlich am Gate angekommen, dauerte es nicht lange, bis wir den Flieger besteigen konnten und … na klar, die OlderTrolleyTraveller waren schon wieder weggenickt.  Als ich erwachte, war das Flugzeug auf dem Boden. Waren wir nun schon in Phuket oder noch gar nicht losgeflogen? Das Letztere war der Fall. Wir kamen mit fast einer Stunde Verspätung in Phuket an; Ortszeit 20 Uhr 45.

In vielen Internetforen wurde vor der Taximafia auf Phuket gewarnt, und auch, dass es das Günstigste sein, ein Meter-Taxi zu nehmen. Meter-Taxi heißt, dass das Taximeter bei der Fahrt eingeschaltet wird. Zu unserem Ziel Kamala Beach gab es aber nur Taxis zum Festpreis von 650 Baht, was in etwa 17 € entspricht für eine Entfernung von 35 Kilometern.

Die Fahrt hätte auch gleich losgehen können, aber Burkhard stellte plötzlich fest, dass ihm sein Notebook abhandengekommen war. Das konnte er nur in der Raucherecke liegen gelassen haben. Theoretisch hätten wir das jetzt abschreiben können; Buchungsposten: Schusseligkeit an Tüddeligkeit, zumal auf vielen Plattformen vor Diebstählen und Trickbetrügereien gewarnt wurde. Als Burkhard kurz darauf wieder mit seinem Notebook-Case auftauchte, das er genau dort wiedergefunden hatte, wo er es abgelegt hatte. Diese Episode bestätigte uns in dem Glauben, dass die Menschen dieser Welt doch nicht so schlecht sind, wie man immer glauben macht.

Gegen 22 Uhr erreichten wir dann den Coconat Garden, wo wir sehr freundlich empfangen wurden. Für das Genießen der Aussicht von unserer Terrasse auf das Meer blieb keine Zeit, denn Burkhard zog es zum Supermarkt, in der Hoffnung, dort sein alkoholfreies Bier zu bekommen.

Leider gab es dort keines, aber im benachbarten Restaurant gab es eine leckere Suppe und hier habe ich dann auch meine erste Kokosnussmilch, die eigentlich ein Saft ist, probiert.

Die Überredungskünste des Strandbarbesitzers führten dann dazu, dass wir noch einen leckeren Cocktail am Kamala Beach mit Blick auf das Meer genossen haben.

Schreibe einen Kommentar